Singara, Römische Stadt im Norden des Irak
Singara ist eine antike römische Stadt im Norden des Irak, am südlichen Fuß des Jebel Sinjar gelegen. Die Ruinen befinden sich nahe dem heutigen Dorf Balat Sinjar und umfassen alte Steinmauern, Fundamente und weitere Überreste aus der Römerzeit.
Die Stadt wurde erstmals von den Römern unter Kaiser Trajan im Jahr 114 eingenommen und später unter Kaiser Septimius Severus im Jahr 197 als Kolonie mit dem lateinischen Namen Aurelia Septimia Colonia Singara gegründet. Zuvor war Singara bereits in der Bronzezeit besiedelt und erscheint in assyrischen Aufzeichnungen sowie in den ägyptischen Briefen von Amarna.
Der Name Singara stammt aus dem Akkadischen und Aramäischen und hat sich über Jahrhunderte erhalten. Im Kurdischen und Arabischen heißt der Ort heute Sinjar, was den alten Klang der Sprachen widerspiegelt.
Die Stätte liegt im Norden des Irak in einer trockenen Ebene mit sehr heißen Sommern, daher ist ein Besuch in den kühleren Monaten ratsam. Wegen anhaltender Sicherheitsprobleme in der Region sollte man sich vor einer Reise über die aktuelle Lage vor Ort informieren.
Singara war das östlichste Legionslager des Römischen Reiches und beherbergte die Legio I Parthica, eine Legion, die eigens für den Einsatz an der Ostgrenze aufgestellt wurde. Die Münzen aus dieser Zeit tragen noch heute den vollständigen lateinischen Kolonialnamen der Stadt.
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