Kuara, Sumerische archäologische Stätte in der Provinz Dhi Qar, Irak.
Kuara besteht aus zwei Hügeln mit umliegenden Erhebungen an einem ausgetrockneten Kanal in der Nähe des Euphrat. Die Stätte zeigt noch heute die Überreste dieser beiden Erdaufschüttungen, die zusammen die archäologischen Reste der antiken Siedlung bilden.
Die Siedlung entstand etwa um 2500 vor Christus während der Frühdynastischen Periode und entwickelte sich zu einem wichtigen Seehafen. Ihre Lage ermöglichte den Handel zwischen Mesopotamien und der Persischen Golf.
Der Ort war der Mythologie nach der Geburtsplatz des Gottes Marduk und beherbergte Heiligtümer, die mehreren Gottheiten gewidmet waren. Diese religiösen Gebäude prägten das tägliche Leben der Menschen, die hier arbeiteten und beteten.
Das Gelände liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Ur und kann zu Fuß erkundet werden. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und auf unebenes Terrain vorbereitet sein.
Das ehemalige Hafenstadt liegt heute weit entfernt vom Wasser, da sich der Euphrat über Jahrtausende durch Ablagerungen verändert hat. Diese Verschiebung der Wasserwege ist ein stilles Zeichen der geologischen Veränderungen, die die Region geprägt haben.
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