Baba Gurgur, Ölfeld in Kirkuk, Irak
Baba Gurgur ist ein Ölfeld in der Provinz Kirkuk im Nordirak, aus dessen Gesteinsrissen Gas austritt und spontane Flammen erzeugt. Diese Feuer brennen inmitten einer trockenen Landschaft, wo sich Erdölablagerungen über Jahrtausende nahe der Oberfläche angesammelt haben.
Die türkische Erdölgesellschaft stieß hier im Oktober 1927 auf Öl, wobei die Bohrung außer Kontrolle geriet und tagelang große Mengen ins Freie schoss. Der Fund markierte den Beginn der modernen Ölförderung in der Region und machte das Gebiet um Kirkuk wirtschaftlich bedeutend.
Frauen aus der Region kommen hierher, um bei den ewigen Flammen für Gesundheit und Glück zu beten. Diese Tradition verbindet religiöse Überzeugungen mit der Naturerscheinung, die seit Jahrhunderten Teil des lokalen Lebens ist.
Das Gelände liegt außerhalb von Kirkuk und ist aufgrund der aktiven Ölförderung nur begrenzt zugänglich. Besucher sollten sich über lokale Bestimmungen informieren, da Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen den Zugang regulieren können.
Die Flammen haben vermutlich bereits vor mehr als 4000 Jahren gebrannt und könnten in antiken Texten erwähnt worden sein. Manche Forscher vermuten, dass Reisende aus der Antike diese Feuer beschrieben haben, lange bevor Öl wirtschaftlich genutzt wurde.
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