Sungai Kinabatangan, Flusskorridore zur Wildtierbeobachtung in Sabah, Malaysia
Der Kinabatangan ist ein großes Flusssystem in Sabah, das sich von den Bergen der Crocker Range bis zur Sulu-See erstreckt und verschiedene Waldtypen sowie Sumpfgebiete durchfließt. Das Wasser fließt durch ein Netzwerk von Mangrovenwäldern, Primärwald und offeneren Zonen, wodurch eine vielfältige Landschaft entsteht, die sich ständig verändert.
Chinesische Händler ließen sich ab dem 7. Jahrhundert entlang des Flusses nieder und tauschten Waren wie Bienenwachs, Rattan und Vogelnester. Diese Handelsaktivitäten verbanden die Region mit größeren Handelsnetzwerken und prägten die Entwicklung der Flussgemeinden über viele Generationen hinweg.
Der Name stammt aus der Dusun-Sprache und bedeutet "Fluss der chinesischen Händler", was an die Siedler erinnert, die sich vor Jahrhunderten an der Flussmündung niederließen. Diese Verbindung zur Vergangenheit prägt bis heute die lokale Identität und zeigt sich in den Geschichten der Gemeinden entlang des Wassers.
Der beste Ort zum Erkunden ist der untere Flussabschnitt zwischen den Städten Sukau und Abai, wo Ökolodges und Tourveranstalter Bootsfahrten zur Tierbeobachtung anbieten. Die beste Zeit zum Besuchen ist während der trockeneren Monate, wenn die Sichtungschancen höher sind und die Wege leichter zugänglich sind.
Das Flusssystem beherbergt Populationen von zehn Primatenarten, darunter Orang-Utans, Nasenaffen und verschiedene Arten von Languren und Makaken. Diese außergewöhnliche Konzentration von Menschenaffenarten macht es zu einem der wenigen Orte der Welt, an denen man so viele verschiedene Arten an einem Ort sehen kann.
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