Caucasus mixed forests, WWF-Ökoregion in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Iran, Russland und der Türkei
Die kaukasischen Mischwälder sind eine WWF-Ökoregion, die sich über die Gebirgslagen zwischen der Schwarzmeerküste und dem Kaspischen Meer in Russland, der Türkei und Georgien erstreckt. Die Baumarten und die Dichte der Vegetation verändern sich je nach Höhe und Niederschlag, von feuchten Laubwäldern in den Tälern bis hin zu offenem Gelände an den höchsten Hängen.
Diese Wälder existieren in ihrer heutigen Form seit dem Ende der letzten Eiszeit und gelten als eines der ältesten Waldgebiete der gemäßigten Zone. Teile des Kaukasus blieben während der Vereisung eisfrei und fungierten als Rückzugsgebiete, in denen Pflanzen und Tiere überlebten, die anderswo verschwanden.
Die Ökoregion erstreckt sich über Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Iran, Russland und die Türkei; ihre Wälder lieferten den lokalen Gemeinschaften seit jeher Holz, Brennmaterial und Nahrung. Die Esskastanie wächst in den feuchten westlichen Bergen, während Walnuss, Kastanie und Buche in Küche und Handwerk Verwendung finden. Zur Ökoregion gehört auch das östliche Ende des Pontischen Gebirges entlang der Südküste des Schwarzen Meeres.
Der Zugang zu diesen Wäldern ist je nach Land und Region sehr unterschiedlich, daher lohnt es sich, die lokalen Schutzgebiete und Nationalparks im Voraus zu recherchieren. Wanderwege in höheren Lagen können steil und schlecht markiert sein, weshalb festes Schuhwerk und ausreichend Zeit für den Aufstieg empfehlenswert sind.
Der Kaukasus beherbergt mehr Baumarten als ganz Nordeuropa zusammen, darunter viele Eichen-, Buchen- und Kastanienarten, die anderswo nicht vorkommen. Einige dieser Bäume sind direkte Vorfahren von Sorten, die heute in europäischen und westasiatischen Obstgärten angebaut werden.
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