Orbelian's Caravanserai, Karawanserei am Vardenyats-Gebirgspass, Provinz Vajoz Dsor, Armenien
Orbelians Karawanserei ist ein Basaltbau an der Südseite des Vardenyats-Passes auf 2410 Metern Höhe. Ihr Vestibül mit Satteldach öffnet sich zu einer Halle von 13 auf 26 Metern, die durch sieben Paar vielkantige Pfeiler in drei Schiffe geteilt wird; dazwischen stehen Steintröge für 64 Pferde, am Westende zwei kleine Räume für Reisende.
Chesar Orbelian, Sohn des Fürsten der Fürsten Liparit und Enkel Ivans, ließ die Karawanserei 1332 aus eigenen Mitteln errichten, wie seine armenische Inschrift an der östlichen Innenwand unter der Herrschaft Busaid Khans berichtet. Sie diente Reisenden am Vardenyats-Pass (Selim-Pass) auf der Seidenstraße. Im 15.–16. Jahrhundert verfallen, wurde sie 1956–1959 restauriert; dabei wurden Dachplatten, Südwand, Innenwände und Bögen erneuert.
Der Eingang zeigt eingravierte Darstellungen von geflügelten Tieren und Stieren, während die Innenwände mit Inschriften in Armenisch, Persisch und Arabisch verziert sind.
Die Karawanserei steht auf 2410 Metern an der Südseite des Vardenyats-Passes, an der Straße Jeghegnadsor–Martuni. Der einzige Eingang führt durch eine Vorhalle in die Halle, die zu Fuß erkundet wird. Der Boden ist uneben und der Pass windig; feste Schuhe sind von Vorteil.
Die Ruinen östlich des Vestibüls galten lange als Kirche, doch Ausgrabungen von 2014 widerlegten dies, ohne den tatsächlichen Zweck des Baus zu klären. Die armenische Inschrift an der östlichen Innenwand nennt Chesar Orbelian, seine Mutter Ana und seine Frau Khorishah und bittet die Vorübergehenden, der Stifter in Christus zu gedenken.
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