Minerva-Riffe, Unterwasseratolle im Südpazifik, Tonga.
Minerva Reefs sind zwei ringförmige Korallenformationen etwa 485 Kilometer südwestlich von Tongatapu, die in tiefem Wasser eine natürliche Barriere bilden. Die beiden Strukturen ragen bei Ebbe teilweise aus dem Meer heraus und bieten Ankermöglichkeiten für Schiffe.
Die Riffen wurden 1829 benannt, nachdem das Walfangschiff Minerva auf dem südlichen Riff havarierte, doch bereits 1807 hatte Leutnant John Garland sie dokumentiert. Die Strukturen sind seit ihrer ersten Dokumentation ein bekannter Orientierungspunkt für Seeleute in dieser Region.
Die Riffen haben für Tonga eine besondere Bedeutung, da die Monarchie sie 1972 als Teleki Tokelau und Teleki Tonga benannte und damit territoriale Ansprüche geltend machte. Auch Fidschi sieht in diesem Gebiet traditionelle Fischgründe seiner Vorfahren.
Die Riffen sind nur mit speziellen Booten erreichbar und erfordern gutes Wetter sowie Kenntnisse der Gezeitenmuster für sicheres Ankern. Beste Bedingungen entstehen während der lokalen Trockenzeit, wenn das Wasser ruhiger ist.
1972 versuchte ein amerikanischer Unternehmer, Michael Oliver, auf einem der Riffen einen eigenen Staat namens Republik Minerva zu gründen. Das Projekt scheiterte schnell, hinterließ aber eine faszinierende Episode in der Geschichte von Inselstaaten.
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