Vaca Muerta, Geologische Formation in der Provinz Neuquén, Argentinien.
Vaca Muerta ist eine geologische Formation in der Provinz Neuquén im Norden Patagoniens und erstreckt sich über ein großes unterirdisches Areal mit Mergel-, Schiefer- und Kalksteinschichten. Diese Ablagerungen liegen in beträchtlicher Tiefe und zeugen von einem Meeresboden, der vor über hundert Millionen Jahren existierte.
Charles E. Weaver beschrieb diese Formation erstmals 1931 in der geologischen Fachliteratur und legte damit den Grundstein für ihre wissenschaftliche Erforschung. Jahrzehnte später führten Tiefenbohrungen zur Entdeckung bedeutender Kohlenwasserstoffvorkommen, die das wirtschaftliche Interesse an der Region weckten.
Die Entwicklung der Formation hat die Region Neuquén in ein Industriezentrum verwandelt und Arbeitskräfte sowie Unternehmen aus aller Welt angezogen.
Der Zugang zu bestimmten Abschnitten erfordert Genehmigungen und die Teilnahme an geführten Touren, da weite Teile des Gebiets Industriezonen sind. Die Stadt Neuquén dient als Ausgangspunkt für Besucher, die sich für die geologischen Besonderheiten der Region interessieren.
Die Sedimentschichten enthalten zahlreiche versteinerte Meereslebewesen aus dem späten Jura und der frühen Kreidezeit, darunter Ammoniten und kleine Meeresreptilien. Diese Fossilien liefern Hinweise auf ein warmes Flachmeer, das einst weite Teile des heutigen Patagoniens bedeckte.
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