Palacio arzobispal de Santiago, Erzbischöflicher Palast nahe Plaza de Armas, Chile
Der Palacio Arzobispal de Santiago ist ein dreistöckiges Gebäude im neoklassizistischen Stil mit einem rechteckigen Innenhof, dessen Fassade an der Plaza de Armas dorische und korinthische Säulen aufweist. Das Erdgeschoss beherbergt Einzelhandelsflächen, während die oberen Stockwerke Büros der religiösen Verwaltung und Zeremonienräume enthalten.
Der Bau begann 1852 unter Architekt François Brunet de Baines und wurde 1870 von Lucien Hénault abgeschlossen, nachdem Brunets Tod das Projekt unterbrochen hatte. Diese lange Bauphase spiegelt die wachsende Bedeutung der katholischen Kirche in Chiles Hauptstadt wider.
Der Palast dient als Verwaltungssitz des Erzbistums Santiago de Chile und beherbergt religiöse Kunstwerke, Gemälde und bunte Glasfenster. Diese Sammlungen erzählen die Geschichte der katholischen Kirche in der Region.
Der Palast liegt an der Ahumada-Straße 444 am Plaza de Armas, wo man ihn leicht zu Fuß erreichen kann und seine Fassade von der Straße aus sehen kann. Da die unteren Ebenen teilweise für den öffentlichen Handel genutzt werden, können Besucher das Äußere und manchmal auch Teile des Innenhofs erkunden.
Während der Militärdiktatur wurde die Kapelle des Palasts als Ausstellungsraum für Familien von vermissten Personen und Menschenrechtsaktivitäten umgenutzt. Diese Nutzung machte den Ort zu einem wichtigen Ort der Erinnerung und des Widerstands in dieser schwierigen Zeit.
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