Isla de los Pájaros, Naturschutzgebiet auf einer Insel in Chubut, Argentinien.
Die Isla de los Pájaros ist eine kleine Insel im Golf von San José, etwa 300 Meter von Nord nach Süd und 200 Meter von Ost nach West, nahe der Landenge Carlos Ameghino. Sie ist ein durch Erosion abgetrennter Teil der patagonischen Hochebene; bei Ebbe verbindet ein Sandstreifen sie mit dem Festland, sodass sie ein Tombolo bildet.
Das Fort San José lag an der nahen Küste der Landenge Carlos Ameghino, nicht auf der Insel selbst. Es war ein spanischer Kolonisierungsversuch, der 1810 zerstört wurde. Am 29. September 1967 wurde die Insel zum Schutzgebiet erklärt; seither dürfen Touristen sie nicht betreten.
Der Name der Insel bedeutet „Insel der Vögel“, und die Vogelwelt prägt sie: Zehn Arten von See- und Küstenvögeln brüten in den umliegenden Gewässern, darunter Magellanpinguine, die seit dem späten 20. Jahrhundert hier auftreten und heute über 200 Nester haben. Allein die Dominikanermöwen zählen rund 3000 Nester. Die Brutzeit reicht von September bis Februar; Besucher dürfen nicht anlanden und beobachten vom Festland aus, etwa 800 Meter entfernt.
Touristen dürfen die Insel nicht betreten; beobachtet wird vom Festland aus etwa 800 Metern Entfernung mit starken Ferngläsern oder einem Spektiv. An der Küste gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick auf die Insel und ihre Umgebung, und Ranger vor Ort informieren über die Vögel und Pflanzen der Gegend. Die Vögel brüten zwischen September und Februar.
Während jedes Gezeitenzyklus verwandelt sich das Gelände von einer Insel zu einer Halbinsel und schafft vorübergehend Wege für Krabben und marines Leben. Dieser ständige Wechsel zwischen isoliert und verbunden macht jeden Besuch zu einem anderen Erlebnis je nach Gezeitenstand.
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