Río Negro, Hauptfluss im nördlichen Patagonien, Argentinien
Río Negro ist ein Fluss in der nördlichen Patagonien-Region Argentiniens, der sich über 635 Kilometer erstreckt. Er entsteht am Zusammenfluss der Flüsse Neuquén und Limay nahe der chilenischen Grenze und fließt nach Osten durch trockene Ebenen bis zum Atlantik.
Spanische Entdecker drangen 1604 erstmals entlang des Flusses ins Landesinnere vor, als sie nach der legendären Stadt der Caesaren suchten. Diese frühe Expedition markierte den Beginn der europäischen Erkundung der patagonischen Binnenregionen.
Der Fluss trägt seinen Namen nach dem Mapuche-Ausdruck Curu Leuvu, der sich auf das dunkle Wasser bezieht. Besucher bemerken heute entlang der Ufer zahlreiche Trauerweiden, die den Siedlern der Vergangenheit bereits auffielen.
Die unteren 400 Kilometer des Flusses können mit Booten befahren werden, was Zugang zu verschiedenen Uferpunkten ermöglicht. Das Bewässerungssystem entlang der Ufer versorgt ausgedehnte Obstplantagen, die die Landschaft prägen.
Die Regata del Río Negro erstreckt sich über 653 Kilometer in sechs Etappen und gilt als längster Kajakwettbewerb der Welt. Paddler durchqueren dabei fast die gesamte Flusslänge von den Anden bis zur Mündung am Atlantik.
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