Casa del Virrey Sobremonte, Kolonialresidenz in Luján, Argentinien.
Die Casa del Virrey Sobremonte, auch Casa de la Esquina genannt, steht an Lezica y Torrezuri und Lavalle neben dem Cabildo von Luján. Manuel Pinazo ließ sie 1772 errichten: ein Geschoss aus in Lehm gesetzten Ziegelmauern, ein Satteldach mit Muslera-Ziegeln, vergitterte Fenster und vorspringende Kassettentüren. Ein mit Balkon versehenes Dachgeschoss über der Eingangshalle durchbricht den prismatischen Baukörper, und an der Ecke sitzt die geminada-Tür, zwei rechtwinklig zueinander stehende Flügel, getrennt durch einen Hartholzpfosten.
Das Haus wurde 1772 von Manuel de Pinazo in Auftrag gegeben und sollte als Wohnung für eine wohlhabende Familie dienen. Während der britischen Invasionen um 1806 fand der Vizekönig Sobremonte dort Zuflucht, was dem Gebäude später seinen Namen gab.
Das Haus heißt auch Casa de la Esquina wegen seiner Ecklage, wo sich die geminada-Tür mit zwei rechtwinklig zueinander stehenden Flügeln, getrennt durch einen Hartholzpfosten, erhalten hat, wie sie für die Läden der Zeit typisch war. Von 1803 bis 1812 diente es als Tabaklager, 1894 beherbergte es die Druckerei La Justicia.
Das Haus steht an der Ecke Lezica y Torrezuri und Lavalle, neben dem Cabildo und gegenüber der Plaza, und ist vom Zentrum Lujáns zu Fuß erreichbar. Es gehört zum Complejo Museográfico Provincial „Enrique Udaondo“; vor dem Eintreten lohnt der Blick auf die Ecktür mit zwei rechtwinklig zueinander stehenden Flügeln, die durch einen Hartholzpfosten getrennt sind.
1889 erwarben Käufer die „Casa del Virrey“ in der Überzeugung, Sobremonte habe dort auf seinem Rückzug nach Córdoba seinen Schatz vergraben; sie fanden nichts. Der Glaube stammte aus einer verbreiteten Theorie, reiche Kolonialhäuser hätten aus Furcht vor Plünderungen Wertsachen in Böden oder Wänden versteckt.
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