Mansión Seré, Gedenkstätte und geheimes Haftzentrum in Castelar, Argentinien
Mansión Seré ist eine Gedenkstätte auf einem weitläufigen Grundstück in Castelar in Argentinien, wo ein ehemaliger Militärkomplex stand. Die ausgegrabenen Reste zeigen die Fundamente eines zweigeschossigen Gebäudes mit Keller, das heute von Bäumen und Freiflächen umgeben ist.
Die argentinische Luftwaffe nutzte das Anwesen von 1977 bis 1978 als geheimes Haftzentrum, in dem Hunderte Menschen festgehalten wurden. Das Gebäude wurde später abgerissen und die Fundamente erst Jahre danach wieder freigelegt.
Der Ort trägt seinen Namen nach der Familie Seré, die dort einst lebte, und zeigt heute eine offene Fläche mit teilweise ausgegrabenen Strukturen. Besucher erleben den Raum als einen stillen Park, in dem sie zwischen den Fundamenten gehen und über die Ereignisse nachdenken können.
Der Zugang erfolgt durch ein offenes Tor, von dem aus Wege zwischen den Ausgrabungen führen. Wer sich den Ort ansehen möchte, sollte bequeme Schuhe tragen, da man über unebenes Gelände läuft.
Im März 1978 flohen vier Gefangene aus einem Fenster im ersten Stock, indem sie während eines starken Regensturms aneinandergeknotete Decken benutzten. Die Flucht gilt als einer der wenigen erfolgreichen Ausbrüche aus solchen Haftzentren während jener Zeit.
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