Tigre, Flussdestination in der Provinz Buenos Aires, Argentinien.
Tigre ist eine Stadt an der Mündung dreier Flüsse in der Provinz Buenos Aires, die ein ausgedehntes Netz von Wasserstraßen mit zahlreichen Inseln und Kanälen bildet. Das Stadtgebiet erstreckt sich entlang des Ufers und umfasst sowohl das Festland als auch Teile des Paraná-Deltas mit seinen verschlungenen Wasserläufen.
Ende des 19. Jahrhunderts begannen wohlhabende Familien aus Buenos Aires, Ferienhäuser in der Gegend zu errichten, wodurch sich der Ort zu einem Erholungsgebiet entwickelte. Die Einwanderergemeinden gründeten später ihre Rudervereine, die das Ufer mit ihren Vereinsgebäuden prägten.
Die Rudervereinsgebäude entlang des Ufers zeigen unterschiedliche Baustile, die von den deutschen, italienischen, schweizerischen und englischen Einwanderern eingeführt wurden. Jede Gemeinschaft entwickelte ihr eigenes Clubhaus mit charakteristischen Fassaden und Details, die heute noch beim Spaziergang entlang des Wassers zu sehen sind.
Zwei Bahnlinien verbinden die Stadt mit Buenos Aires, sodass Reisende den Hafen Puerto de Frutos oder die Wasserstraßen des Deltas leicht erreichen können. Am Wochenende kann der Andrang größer sein, besonders in der Nähe des Marktes und der Anlegestellen für Boote.
Die Rudervereinsbauten erscheinen auf der argentinischen Vorschlagsliste zum Welterbe, da sie europäische Architekturtraditionen in einem südamerikanischen Flussgebiet widerspiegeln. Besucher können diese Gebäude vom Wasser aus betrachten und die Vielfalt der Stile entlang des Ufers erkennen.
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