Boedo, Kulturviertel in Buenos Aires, Argentinien
Boedo ist ein Viertel in Buenos Aires, das sich über mehrere Straßenzüge mit Gebäuden aus der frühen Zeit des 20. Jahrhunderts erstreckt und viele traditionelle Cafés, Theater sowie lokale Geschäfte beherbergt. Die Architektur vermischt verschiedene Stile und schafft eine Umgebung, in der historische und zeitgenössische Elemente nebeneinander existieren.
Das Viertel verdankt seinen Namen Mariano Joaquín Boedo, einem Anwalt, der die Unabhängigkeitserklärung von Spanien im Jahr 1816 unterzeichnete. Seine Avenida wurde zum Treffpunkt einer wichtigen Literaturgruppe und etablierte das Viertel als Ort mit Bedeutung für die intellektuelle Geschichte der Stadt.
Die Grupo Boedo war eine Literaturgruppe aus den 1920er Jahren, deren Mitglieder sich an der Avenida Boedo trafen und in ihren Werken das Leben gewöhnlicher Menschen und gesellschaftliche Probleme darstellten. Diese Bewegung prägte das kulturelle Selbstverständnis des Viertels und wird dort bis heute durch Gedenkstätten und kulturelle Veranstaltungen erinnert.
Das Viertel ist durch mehrere Buslinien und die E-Linie der U-Bahn leicht mit dem Rest von Buenos Aires verbunden. Besucher können sich zu Fuß durch die Gegend bewegen und finden Restaurants, Cafés und kulturelle Veranstaltungsorte entlang der Hauptstraßen.
Die Ecke San Juan und Boedo, bekannt als Esquina Homero Manzi, ist ein Zentrum der Tangokultur und regelmäßiger Anlaufpunkt für Tanzveranstaltungen und Festivals. Der Ort trägt den Namen eines bekannten Tango-Lyrikers und bleibt ein lebendiger Treffpunkt für Tangenthusiasten.
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