Argentina km 0, Kilometer-null-Monolith in Balvanera, Buenos Aires, Argentinien
Argentina km 0 ist ein grob behauener, rechteckiger Steinmonolith auf einem weißen Betonsockel, der auf rötlichem Kies westlich der Plaza Mariano Moreno steht, in der Straße Virrey Cevallos zwischen Rivadavia und Hipólito Yrigoyen. Die Vorderseite trägt die Gravuren „VIRGEN DE LUJAN“ und „PATRONA DE LAS RUTAS NACIONALES“ über einer Kachelplatte mit dem Bildnis der Jungfrau; die Nordseite zeigt Nuestra Señora de Luján, die Südseite eine Reliefkarte Argentiniens, die Westseite Plaketten zu Ehren San Martíns und die Ostseite eine Plakette mit dem Datum des Dekrets von 1944.
Der Monolith wurde von den Bildhauerbrüdern Máximo und José Fioravanti geschaffen und am 5. Oktober 1935 eingeweiht, im Beisein von Präsident Agustín P. Justo und Bau minister Manuel Ramón Alvarado. Zuerst stand er am spitzen Winkel der Plaza Lorea, wo die Avenida de Mayo auf die Rivadavia trifft. Ein Dekret vom 18. Mai 1944 versetzte ihn einige Meter an seinen heutigen Platz westlich der Plaza Mariano Moreno, an der Virrey Cevallos zwischen Rivadavia und Hipólito Yrigoyen.
Die Nordseite trägt ein Bild Unserer Lieben Frau von Luján, der Schutzpatronin des nationalen Straßennetzes, die Südseite eine Reliefkarte Argentiniens. Plaketten an der Westseite ehren San Martín, die Ostseite trägt eine Plakette mit dem Datum des Dekrets von 1944 zum Standortwechsel. Der Brauch erinnert an das Miliarium Aureum, die Säule, die Kaiser Augustus als Ausgangspunkt der römischen Straßen errichten ließ.
Der Monolith steht westlich der Plaza Mariano Moreno, an der Straße Virrey Cevallos zwischen Rivadavia und Hipólito Yrigoyen, neben der Plaza del Congreso. Von der Gegend um den Kongress und die Avenida de Mayo ist er zu Fuß zu erreichen, wenn man zwischen beiden Plätzen wechselt.
Die vier Seiten des Monolithen tragen unterschiedliche Elemente: eine Reliefkarte Argentiniens auf der Südseite, Plaketten zu Ehren San Martíns im Westen und das Datum des Versetzungsdekrets von 1944 im Osten. Der Brauch, so den Ausgangspunkt eines Straßennetzes zu markieren, geht auf Kaiser Caesar Augustus zurück, der in Rom das Miliarium Aureum errichten ließ.
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