ESMA Museum and Site of Memory – Former Clandestine Center of Detention, Torture and Extermination, Gedenkmuseum in Buenos Aires, Argentinien
Das Museo Sitio de Memoria ESMA ist ein Museum in einem ehemaligen Marineschulgebäude in Buenos Aires, das während der Militärherrschaft von 1976 bis 1983 als Gefängnis genutzt wurde. Das Gebäude zeigt die Räume, in denen Tausende von Menschen festgehalten wurden, und bewahrt deren ursprüngliche Anordnung.
Das Gebäude wurde ursprünglich in den 1930er Jahren als Wohnort für Marineoffiziere gebaut, wurde aber während der Militärherrschaft zu einem versteckten Gefängnis umfunktioniert. Nach dem Ende der Diktatur wurde es 2000 zum Memorial und später zum Museum umgewandelt, um die Erinnerung an die Opfer zu bewahren.
Der Ort trägt den Namen 'Sitio de Memoria' (Gedenkstätte) und zeigt bis heute Spuren der Zeit als Gefängnis, wie Zellen und Markierungen an den Wänden. Besucher können die Räume sehen, in denen Häftlinge lebten, und erhalten durch diese Umgebung einen unmittelbaren Eindruck von dem, was dort geschah.
Das Museum befindet sich in der nordwestlichen Zone der Stadt und ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxi erreichbar. Besucher sollten etwa 2-3 Stunden einplanen, um die Ausstellung zu sehen, und es wird empfohlen, eine geführte Tour zu machen, um die Geschichte besser zu verstehen.
Das Museum behält den Status eines Justizbeweises in laufenden Verfahren, was bedeutet, dass bestimmte Bereiche des Gebäudes manchmal nicht für Besucher zugänglich sind. Diese rechtliche Besonderheit macht es zu einem lebenden Denkmal, das weiterhin der Gerechtigkeit dient.
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