Barrio de las Mil Casas, Arbeiterwohnviertel in La Plata, Argentinien.
Das Barrio de las Mil Casas ist ein Wohnkomplex in La Plata, der sich über zwei Häuserblöcke erstreckt und durch schmale Gassen in drei parallele Reihen unterteilt wird. Die Häuser folgen dem chorizo-Stil mit schmaler Frontseite und tiefem Grundriss, ausgestattet mit Vorräumen, offenen Galerien und Innenhöfen.
Das Viertel entstand 1886 in der Nähe der Eisenbahnwerkstätten von Tolosa und war die erste Arbeitersiedlung dieser Art in Südamerika. Die Finanzierung erfolgte durch die wohlhabenden Eheleute Juan und Emma de la Barra, die ein Wohnprojekt für Arbeiter und ihre Familien schafften.
Das Viertel war als Wohnraum für Eisenbahnarbeiter konzipiert und sollte deren alltägliche Bedürfnisse durch integrierte Gemeinschaftsräume erfüllen. Die Planung sah Orte für Bildung, Unterhaltung und religiöse Aktivitäten vor, um das Leben der Arbeiter und ihrer Familien zu bereichern.
Das Viertel ist einfach zu erkunden, da die parallelen Reihen und schmalen Gassen ein klares Orientierungsmuster bilden und Fuß- und Fahrradfahrer leicht durchkommen. Besucher sollten berücksichtigen, dass viele Häuser bewohnt sind und der Zugang zu den Innenräumen begrenzt ist, daher ist es am besten, von außen zu betrachten und die Straßenstruktur zu schätzen.
Die Häuser entstanden nach einem innovativen Muster für ihre Zeit, bei dem enge Gassen den Zugang zu vielen Häusern auf kleinem Raum ermöglichten. Dieses effiziente Design war bahnbrechend und inspirierte später andere Arbeitersiedlungen in der Region.
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