Palacio San Martín, Zeremonialpalast des Außenministeriums in Retiro, Buenos Aires, Argentinien
Der Palast San Martín ist ein Palast im Beaux-Arts-Stil gegenüber der Plaza San Martín im Viertel Retiro von Buenos Aires. Seine hellgrauen Fassaden sind mit steinähnlichem Material verkleidet, mit kannelierten Pilastern und verzierten Kapitellen, die ein vorspringendes Gesims tragen; darüber liegt ein Schiefermansarddach mit runden Dachfenstern. Hohe Fenster mit Lamellenläden öffnen sich hinter schmiedeeisernen Balkonen auf steinernen Konsolen, und das Erdgeschoss ist horizontal gebändert.
Der von Alejandro Christophersen 1905 für Mercedes Castellanos de Anchorena entworfene Palast wurde ab 1909 errichtet und von der Familie Anchorena zum hundertjährigen Jubiläum der argentinischen Unabhängigkeit eingeweiht. Während der zwanzig Jahre im Familienbesitz als Palacio Anchorena bekannt, wurde er 1936 vom argentinischen Staat gekauft und als Sitz des Außenministeriums in Palacio San Martín umbenannt. Mit der Eröffnung des Cancillería-Gebäudes 1993 wurde er zum zeremoniellen Sitz; 1994 erklärte man ihn zum nationalen historischen Monument.
Der Palast trägt den Namen des Plaza San Martín, an dem er im Viertel Retiro liegt; bis 1936 hieß er im Volksmund Palacio Anchorena, nach der Familie, die ihn in Auftrag gab. Heute beherbergt er das Museum der argentinischen Diplomatie und eine Bibliothek für Völkerrecht und Geschichte der internationalen Beziehungen. In seinen Salons hängen Werke des 20. Jahrhunderts von Antonio Berni, Lino Enea Spilimbergo, Pablo Curatella Manes und Roberto Matta sowie eine Sammlung präkolumbischer Kunst.
Der Palast liegt gegenüber der Plaza San Martín im Viertel Retiro und ist über die Avenida Santa Fe oder die Avenida del Libertador erreichbar. Er ist keine Residenz, sondern der zeremonielle Sitz des Außenministeriums und daher nicht regulär zu besichtigen; Zugang besteht bei offiziellen Anlässen und gelegentlichen Führungen. Im Gebäude befindet sich das Museum der argentinischen Diplomatie.
Der Palast beherbergt das Museum der argentinischen Diplomatie und eine Bibliothek für Völkerrecht und Geschichte der internationalen Beziehungen. Seine Räume enthalten zudem eine Sammlung präkolumbischer Kunst und Werke des 20. Jahrhunderts von Antonio Berni, Pablo Curatella Manes, Lino Enea Spilimbergo und Roberto Matta. Seit 1994 ist er nationales historisches Monument.
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