Cerro Pan de Azúcar Native Fauna and Flora Breeding Station, Naturpark in Piriápolis, Uruguay.
Die Estación de Cría de Fauna Autóctona Cerro Pan de Azúcar umfasst 86 Hektar am Hang des 389,5 m hohen Cerro Pan de Azúcar bei Piriápolis. In den Gehegen leben rund 250 Tiere aus 53 uruguayischen Arten zwischen einheimischen Bäumen und Sträuchern; die Zäune folgen dem Hang und der Vegetation statt aus Stäben zu bestehen.
Die Station entstand 1980 auf Betreiben von Maldonados Intendente Juan César Curutchet und des Naturforschers Tabaré González Sierra. Sie liegt am Hang des Cerro, wo ein Jahrhundert zuvor Piriápolis' Gründer Francisco Piria einen Granitsteinbruch für seinen Badeort angelegt hatte. Überreste wie Wege und Bauten wurden umgenutzt; eine stehen gebliebene Mauer diente für das Serpentarium. Die ersten Tiere waren Reiher, Schwarzhalsschwäne und ein Puma aus dem Zoo von Durazno.
Die Station ist ein Lehrzentrum: Geführte Touren sowie Schul- und Pfadfindergruppen kommen ganzjährig, und 2003 wurde sie zum Naturdenkmal und touristisch interessanten Ort erklärt. Männliche Nandus brüten jeden Frühling, die Küken heißen Charabones.
Der Eingang liegt 220 m von einer Abzweigung der Nationalstraße 37 entfernt, rund 6,1 km von den Stränden von Piriápolis; von der Rambla de los Argentinos führt die Avenida Artigas dorthin, die als Route 37 weiterläuft. Die 86 Hektar liegen am Hang des Hügels, der Rundweg ist daher abschüssig. Ganzjährig gibt es Führungen und Programme für Schulklassen.
Das Serpentarium nutzt eine stehen gebliebene Mauer des Granitsteinbruchs, den Francisco Piria im 19. Jahrhundert für den Bau von Piriápolis anlegen ließ. Gezeigt werden die wichtigsten Reptilien Uruguays, darunter mehrere Wasserschildkröten und Schlangen; ein Breitschnauzenkaiman lebt in einem Außengehege.
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