Pozo de Arana, Gedenkstätte und ehemaliges Haftzentrum in La Plata, Argentinien.
Pozo de Arana ist eine ehemalige geheime Haft- und Folterstätte an der Ecke der Straßen 137 und 630 in La Plata, Argentinien, die heute als Gedenkstätte dient. Das Gebäude bewahrt materielle Spuren des Geschehens und beherbergt Ausstellungen, die die dort begangenen Verbrechen dokumentieren.
Das Gelände diente während der Militärdiktatur, die Argentinien von 1976 bis 1983 regierte, als geheimes Haft- und Folterlager unter Polizeikontrolle. Ab 2007 durchgeführte Ausgrabungen förderten menschliche Überreste zutage, die die Rolle des Ortes als verdeckte Begräbnisstätte für Opfer des Staatsapparats bestätigten.
Der Name des Ortes leitet sich von einem nahe gelegenen Brunnen ab, was im starken Kontrast zur tatsächlichen Geschichte des Geländes steht. Heute kommen Besucher hierher, um sich mit den Verbrechen der Staatsmacht auseinanderzusetzen, und Überlebende nehmen regelmäßig an Gedenkveranstaltungen teil.
Angesichts der schweren emotionalen Last der Inhalte empfiehlt es sich, ausreichend Zeit einzuplanen und das Gelände in ruhigem Tempo zu erkunden. Das Personal vor Ort kann zusätzlichen Kontext vermitteln und dabei helfen, das Gesehene besser einzuordnen.
Dieser Ort war die erste von der Polizei betriebene Haftanlage in Argentinien, an der Ermittler das Vorhandensein geheimer Massengräber eindeutig nachweisen konnten. Die dort angewandten Methoden der Forensik legten den Grundstein für die Identifizierung ähnlicher Stätten im ganzen Land.
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