Cuyo, Geografische Region im Westen Argentiniens
Cuyo ist eine geografische Region im westlichen Argentinien, die sich über die Provinzen Mendoza, San Juan und San Luis erstreckt und von der Andenkordillere im Westen und Tälern im Landesinneren geprägt wird. Die Region liegt zwischen Hochgebirge und trockenem Flachland, wo bewässerte Felder und Weinberge inmitten karger Landschaft wachsen.
Die ersten europäischen Erkundungen begannen Mitte des 16. Jahrhunderts, als spanische Expeditionen von Chile her ins Landesinnere vordrangen. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich die Region zum landwirtschaftlichen Zentrum, das später durch große Bewässerungsprojekte und Weinanbau geprägt wurde.
Der Name stammt vom Mapuche-Wort für Sand oder sandig, das auf die trockenen Ebenen östlich der Berge hinweist. Viele Ortschaften tragen noch heute indigene Bezeichnungen, und im täglichen Leben finden sich Spuren der alten Bewohner neben den Einflüssen der spanischen Kolonialzeit.
Das Klima ist trocken mit heißen Sommern, in denen die Temperaturen oft über 30 Grad Celsius steigen, während die Wintermonate kühler und trockener ausfallen. Die meisten Niederschläge fallen zwischen Oktober und März, was die beste Zeit für Besuche außerhalb der extremen Hitze sein kann.
Die Weinproduktion der Region macht etwa vier Fünftel der argentinischen Gesamterzeugung aus und beruht auf einem Netzwerk von Kanälen, die Schmelzwasser aus den Anden über hunderte Kilometer transportieren. Ohne diese jahrhundertealten Bewässerungssysteme wären die meisten Anbauflächen heute noch öde Wüste.
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