Puente Colgante de Santa Fe, Hängebrücke in Santa Fe, Argentinien
Die Brücke Ingeniero Marcial Candioti, bekannt als Puente Colgante de Santa Fe, ist eine stählerne Hängebrücke über die Setúbal-Lagune, die deren West- und Ostufer verbindet. Zwei Türme aus rechteckigen, mit X-förmigen Diagonalen ausgesteiften Stützen tragen dicke Schrägkabel mit senkrechten Hängestäben. Das Deck hat ein Geländer aus Metallstäben über großen längs verlaufenden Rohren.
Die Brücke wurde am 8. Juni 1928 eröffnet und trug sowohl Verkehr als auch Wasserleitungen aus Colastiné. Am 28. September 1983 stürzte nach monatelangem Hochwasser ihr östlicher Turm ein, und die halbe Struktur fiel in die Laguna Setúbal. Die geborgenen Teile wurden später als Schrott verkauft, und die Brücke wurde erst zwanzig Jahre später wieder aufgebaut.
Die Brücke ist ein Treffpunkt für Feste, gesellschaftliche Zusammenkünfte und Feiern in Santa Fe und hat Dichter, Künstler, Fotografen und Dokumentarfilmer inspiriert. Benannt ist sie nach dem Ingenieur Marcial Candioti, der 1922 die Obras Sanitarias de la Nación leitete, als das Projekt genehmigt wurde.
Die Brücke verbindet die West- und Ostcostanera der Laguna Setúbal, nur kurz vom Viaducto Oroño entfernt, und dient Fahrzeugen wie Fußgängern. Zu Fuß sieht man die Türme mit den X-förmigen Streben und die zylindrischen Rohre unter dem Geländer. Ein Fußweg über die Brücke zeigt die Konstruktion am besten.
Die Brücke war ursprünglich für den Wassertransport gedacht: Eine 40 cm starke Leitung aus Colastiné verlief unter der Fahrbahn, und das Bauwerk sollte Hochwasser und treibende Camalotes überstehen. Nach dem Einsturz von 1983 lagerten die geborgenen Teile im Stadthafen und wurden Monate später als Schrott verkauft, ein Skandal um die Regierung von Gouverneur José María Vernet.
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