Mesopotamia, Geografische Region im Nordosten Argentiniens
Mesopotamien ist eine geografische Großregion im Nordosten Argentiniens, die sich zwischen den Flüssen Paraná im Westen und Uruguay im Osten erstreckt und die Provinzen Entre Ríos, Corrientes und Misiones umfasst. Die Landschaft reicht von flachen Ebenen mit Grasland im Süden über ausgedehnte Feuchtgebiete in der Mitte bis hin zu sanften Hügeln mit subtropischem Regenwald im Norden.
Spanische Kolonisatoren kamen Ende des 16. Jahrhunderts von Asunción aus in die Region und gründeten Siedlungen entlang der beiden Flüsse. Im 19. Jahrhundert siedelten sich Einwanderer aus Mitteleuropa in den südlichen Teilen an und veränderten die landwirtschaftliche Nutzung der Böden.
Die drei Provinzen im Mesopotamien haben ihre Ortsnamen oft aus dem Guaraní entlehnt, einer Sprache, die bis heute in der Gegend gesprochen wird und im Alltag lebendig bleibt. In ländlichen Gemeinden werden traditionelle Mate-Trinkrunden unter Nachbarn gepflegt, bei denen sich die Bewohner mehrmals täglich zum Austausch von Neuigkeiten treffen.
Reisende können die Region mit Fernbussen durchqueren, die die größeren Städte miteinander verbinden, wobei Straßen durch Graslandschaften und vereinzelte Waldabschnitte führen. Für Fahrten ins Innere der nördlichen Provinzen braucht man eigene Transportmittel, da öffentliche Verbindungen außerhalb der Hauptrouten selten sind.
Die Iberá-Sümpfe in der Provinz Corrientes bilden eines der größten Binnenfeuchtgebiete Südamerikas und beherbergen Kaimane, Wasserschweine und zahlreiche Vogelarten, die in offenem Sumpfland leben. In abgelegenen Bereichen sieht man manchmal Sumpfhirsche, die nur in solchen Feuchtgebieten überleben und durch ihr charakteristisches Waten im flachen Wasser auffallen.
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