Humedales Chaco, Schutzgebiet und Feuchtgebiet in der Provinz Chaco, Argentinien
Humedales Chaco ist ein Schutzgebiet und Feuchtgebiet im Nordosten Argentiniens, das sich entlang der Überschwemmungsebenen des Río Paraná und des Río Paraguay in der Provinz Chaco erstreckt. Das Gebiet umfasst offene Gewässer, Graslandschaften und Galeriewälder, die dicht an den Flussufern wachsen.
Das Gebiet rund um die Humedales Chaco war lange vor seiner offiziellen Unterschutzstellung von indigenen Gruppen wie den Toba bewohnt, die in enger Verbindung mit dem Flusssystem lebten. Im Jahr 2004 wurde das Gebiet als Ramsar-Standort anerkannt, womit es international als schützenswertes Feuchtgebiet eingestuft wurde.
Im Humedales Chaco leben seit Generationen lokale Gemeinschaften, die vom Wasser, den Fischen und dem umliegenden Land abhängen. Fischereitraditionen und Viehzucht sind im Alltag der Menschen hier noch heute sichtbar.
Das Gebiet ist am besten in der Trockenzeit zu besuchen, wenn die Wasserstände niedriger sind und die Wege entlang der Flüsse leichter begehbar sind. Ein geländegängiges Fahrzeug ist empfehlenswert, da viele Zufahrtswege unbefestigt sind.
In den Gewässern der Humedales Chaco lebt die Lepidosirena, ein Lungenfisch, der Luft atmen kann und längere Trockenperioden im Schlamm überdauert. Dieser Fisch wird in der Region auch als Lola bezeichnet und ist außerhalb weniger südamerikanischer Flusssysteme kaum zu finden.
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