Jesuitenmission Nuestra Señora de Loreto, Jesuitenmissionsruinen in Misiones, Argentinien
Nuestra Señora de Loreto ist die Ruine einer Jesuitenreduktion im Dorf Loreto, Departamento Candelaria, Provinz Misiones, Argentinien. Die erhaltenen Bauten bestehen aus rechteckigen Blöcken rötlich-braunen Steins: Links steht eine Mauer aus geschichteten roten Steinen über mehrere Lagen, rechts davon führen breite, unregelmäßige Steinstufen zum Vordergrund hinab, zwischen den unteren Stufen wächst Gras. Vegetation hat die Stätte überzogen, die schlechter erhalten ist als San Ignacio Miní.
Die Mission wurde 1610 gegründet und war damit eine der ersten Jesuitenreduktionen in der damaligen Provinz Paraguay unter spanischer Kolonialherrschaft. Nach der Vertreibung der Jesuiten aus Südamerika im Jahr 1767 wurde sie nach und nach verlassen und verfiel.
Die Druckerpresse wurde in der Mission von den Patres Juan Bautista Neumann und José Serrano gefertigt, aus Holz der Region für Presse und Rahmen, mit Blei-Zinn-Lettern. Sie war wandernd und wurde je nach Auftrag in Loreto, Santa María la Mayor oder San Javier aufgestellt. Ihr erstes Werk war 1700 der "Martirologio Romano"; das Buch von Pater Antonio Garriga um 1713 war das zweitälteste hier gedruckte.
Das Gelände liegt im kleinen Ort Loreto und ist weniger besucht als die nahegelegene Mission San Ignacio Mini, was einen ruhigen Rundgang ermöglicht. Ein geführter Besuch ist empfehlenswert, da die Vegetation viele Strukturen verdeckt und es vor Ort nur wenige Beschilderungen gibt.
Die Ruinen von Loreto sind Teil des UNESCO-Welterbes, das mehrere Jesuitenreduktionen in der Region umfasst, gelten aber als die am wenigsten erforschten davon. Wer das Gelände besucht, findet Strukturen, die noch weitgehend vom Wald verschluckt sind und nie vollständig freigelegt wurden.
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