Entre Rios, Deutscher Siedlungsbezirk in Guarapuava, Brasilien
Entre Rios ist ein Viertel in Guarapuava, das fünf Dörfer zwischen den Flüssen Jordão und Pinhão umfasst. Heute prägt Landwirtschaft das Gebiet, angetrieben durch eine große Genossenschaft, die Getreide und Malz produziert.
Das Gebiet wurde 1951 gegründet, als etwa 500 Donauschwaben-Familien aus Osteuropa mit Unterstützung einer Schweizer Hilfsorganisation ankamen. Diese Ansiedlung bildete den Grundstein für eine geplante Gemeinschaft, die bis heute besteht.
Das Viertel bewahrt deutsche Traditionen durch das Mathias-Leh-Kulturzentrum und einen deutschsprachigen Radiosender, die das Erbe der Gemeinschaft lebendig halten. Besucher können diese Einrichtungen heute noch nutzen und dabei das alltägliche Weiterleben dieser Kulturformen erleben.
Die beste Zeit zum Besuchen ist während der Erntezeit, wenn die Felder aktiv bewirtschaftet werden und die Landwirtschaftstätigkeit deutlich sichtbar ist. Das Gebiet ist gut mit dem Auto erreichbar und bietet Museen und kulturelle Zentren zur Besichtigung.
Jede Gründerfamilie erhielt ursprünglich 15 Hektar Land und ein Haus, dessen Größe nach der Familienzusammensetzung bemessen wurde. Dieses Verteilungssystem schuf eine ungewöhnlich gleichmäßig strukturierte Siedlung.
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