Villa Rica del Espíritu Santo, Spanische Kolonialsiedlung in Paraná, Brasilien
Villa Rica do Espíritu Santo sind archäologische Überreste einer spanischen Kolonialstadt, verteilt in einem geschützten Gebiet zwischen zwei Flüssen in Paraná. Die Stätte zeigt Struktur und Lage jener frühen europäischen Ansiedlung in Südamerika.
Der spanische Entdecker Ruy Díaz de Melgarejo gründete die Siedlung 1570 mit einer kleine Gruppe. Die Gründung folgte Plänen zur Expansion in der Region unter spanischer Kontrolle.
Die Siedlung war ein Treffpunkt zwischen spanischen Kolonisten und den dort lebenden Guaraní-Gemeinschaften. Man kann heute noch erkennen, wie sich die beiden Kulturen in diesem Flussgebiet kreuzten und prägten.
Das Parque Estadual de Vila Rica do Espíritu Santo wurde 1955 eingerichtet und bietet Schutz für die Ruinen inmitten der Natur. Der Zugang erfolgt über leichte Wege durch das Schutzgebiet zwischen den beiden Flüssen.
Frühe Vermessungsberichte deuteten auf Goldvorkommen hin, obwohl tatsächlich nur Eisenerz vorhanden war. Dieses Missverständnis führte paradoxerweise zur Gründung dieser Siedlung während der spanischen Expansion.
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