Monumento Nacional ao Imigrante, Bronzedenkmal in Caxias do Sul, Brasilien.
Das Monumento Nacional ao Imigrante in Caxias do Sul besteht aus einer Bronzegruppe eines Bauernpaares mit einem Kind im Arm der Frau, die vor einem Obelisken mit drei allegorischen Reliefs steht: Landbesitz, Landbestellung und das Bündnis ziviler und militärischer Kräfte unter göttlichem Schutz. Auf dem Obelisken steht das Datum 1875, das Gründungsjahr der Stadt. Zu beiden Seiten führen monumentale Treppen hinauf, und eine Krypta beherbergt darunter das Museu do Imigrante.
Die Idee wurde 1949 vom Abgeordneten Luís Compagnoni über Rádio Caxias zum 75. Jahrestag der italienischen Kolonisierung in Rio Grande do Sul vorgestellt. Präsident Eurico Gaspar Dutra legte den Grundstein auf der Festa da Uva 1950, und nach einem Wettbewerb wurde Antônio Caringis Entwurf ausgewählt. Erbaut 1951–1954, wurde das Denkmal am 28. Februar 1954 von Präsident Getúlio Vargas eingeweiht. Das Gesetz 1.801 vom 2. Januar 1953 weitete die Ehrung auf alle Ethnien aus.
Das Denkmal wurde 1953 per Gesetz zu einem Symbol für alle ethnischen Gruppen erklärt, die Brasilien geprägt haben, nicht nur für italienische Einwanderer. Besucher sehen heute in den Reliefs die Darstellung dieser vielfältigen Beiträge zur Gesellschaft.
Das Denkmal steht am Stadteingang an der BR-116, Kilometer 150, mit monumentalen Treppen zu beiden Seiten der Skulpturengruppe. Die Krypta darunter erreicht man über diese Treppen, daher sind Stufen statt eines ebenerdigen Eingangs zu erwarten.
Die Bronzetur der Krypta zeigt Luiz Antônio Feijó Júnior, wie er Einwanderer begrüßt, ein Detail, das viele Besucher übersehen. Die Marmor wände wurden von der italienischen Regierung als Geschenk gespendet und erinnern an die enge Verbindung zwischen den beiden Ländern.
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