Hercílio-Luz-Brücke, Stahlhängebrücke in Florianópolis, Brasilien
Die Hercilio-Luz-Brücke ist eine 821 Meter lange Stahlhängebrücke in Florianópolis, die den Inselteil der Stadt mit dem Festland verbindet. Die Konstruktion aus Stahlfachwerk erreicht eine Höhe von 75 Metern über dem Wasser und ruht auf massiven Pfeilern, die an beiden Ufern verankert sind.
Die Brücke wurde am 13. Mai 1926 eröffnet und ersetzte den Fährdienst, der bis dahin die einzige Verbindung zur Insel Santa Catarina darstellte. Statische Probleme führten ab 1982 zur Sperrung für den Verkehr, bis umfassende Sanierungsarbeiten die Wiedereröffnung im Jahr 2019 ermöglichten.
Der Name ehrt den Gouverneur Hercílio Luz, der das Projekt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Leben rief, obwohl er die Fertigstellung nicht mehr erlebte. Die Brücke erscheint auf Autokennzeichen, Geldscheinen und unzähligen Produktverpackungen im gesamten Bundesstaat Santa Catarina.
Fußgänger und Radfahrer können die Brücke tagsüber bei gutem Wetter überqueren und dabei den Blick auf die Bucht von beiden Seiten genießen. Autofahrer dürfen die Fahrbahn nutzen, sollten jedoch während der Hauptverkehrszeiten Verzögerungen einplanen.
Das Tragwerk verwendet ein Kettensystem aus Augengliedern, eine heute kaum noch anzutreffende Technik, die das Bauwerk zum größten erhaltenen Beispiel dieser Art weltweit macht. Die Konstruktion erforderte damals Spezialstahl aus den USA, der eigens für dieses Projekt nach Brasilien verschifft wurde.
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