Jurupará State Park, Staatspark in Ibiúna, Brasilien
Der Jurupará-Staatspark ist ein 26.250 Hektar großes Schutzgebiet in Ibiúna und Piedade im Bundesstaat São Paulo, das von dichtem Atlantischem Wald bedeckt und von Bächen durchzogen wird, die die Flüsse Juquiá, Juquiá-Guaçu und Peixe speisen. Das Gelände reicht von 700 bis 1.119 Metern am Laje do Descalvado. Zwei Betriebsbasen erschließen es: Juquiá-Bonito mit Wegen zu den Wasserfällen Juquiá-Bonito, Rio Bonito und Paredão sowie Juquiá-Guaçu mit dem Lehrpfad zum Descalvado-Gipfel.
Das Schutzgebiet wurde 1992 offiziell gegründet und damit unter staatliche Verwaltung gestellt. Später wurden ein Beratungsgremium und ein Managementplan etabliert, um die langfristige Betreuung des Waldes zu sichern.
Der Name des Parks stammt aus dem Tupi-Guaraní (Jurupará); das Gebiet ist Kernzone des Biosphärenreservats Atlantischer Regenwald im Grünen Gürtel von São Paulo. Die ansässige Bevölkerung lebt von Subsistenzlandwirtschaft und der Entnahme von Palmherzen, Farnen, Bromelien und Orchideen – Praktiken, die die Verwaltung zu den Hauptbedrohungen des Waldes zählt.
Stand 2010 gab es keine geregelte öffentliche Nutzung; kleine Besuchergruppen betraten den Park auf eigenes Risiko und ohne Aufsicht. Von der Basis Juquiá-Bonito führen Wege zu den Wasserfällen Juquiá-Bonito, Rio Bonito und Paredão, während die Basis Juquiá-Guaçu den Lehrpfad zum Descalvado-Gipfel und eine Radroute zwischen den beiden Parkstraßen erschließt.
Das Gelände beherbergt Dutzende bedrohter Arten, die unter staatliche Überwachung stehen, sowie Hydroelektrische Anlagen, die innerhalb des Parks Energie erzeugen. Diese Kombination aus Naturschutz und Energieproduktion macht die Verwaltung des Ortes besonders komplex.
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