Sorocaba, Industriegemeinde in São Paulo, Brasilien.
Sorocaba ist eine Stadt im Südosten des Bundesstaates São Paulo, die sich am linken Ufer des gleichnamigen Flusses ausbreitet. Wohnviertel wechseln sich mit Fabrikanlagen und Gewerbeflächen ab, während der Fluss das Stadtgebiet in mehrere Zonen aufteilt.
Die Siedlung entstand Mitte des 17. Jahrhunderts als Außenposten für Viehzucht und blieb über zwei Jahrhunderte lang ein landwirtschaftlicher Versorgungsort. Die Anbindung an die Eisenbahn im späten 19. Jahrhundert verwandelte sie in einen Industriestandort mit Baumwollspinnereien und Maschinenbaufirmen.
Der Name stammt aus der Tupi-Sprache und bedeutet «Land, wo die Erde zerreißt», eine Anspielung auf die Steinformationen am Flussufer. Die Stadt ist bekannt für ihre Märkte am Wochenende, wo Händler lokale Erzeugnisse und Handwerksprodukte aus der Region anbieten.
Die Stadt lässt sich am besten zu Fuß in den zentralen Vierteln erkunden, während weiter entfernte Bezirke mit lokalen Bussen oder Taxis erreichbar sind. Besucher sollten frühe Morgenstunden für Spaziergänge einplanen, wenn die Straßen noch ruhig sind und das Wetter angenehmer ist.
Die örtlichen Gasthäuser servieren virado à paulista, ein herzhaftes Gericht mit Reis, Bohnen, Spiegelei und gebratenen Bananen, das ursprünglich von Landarbeitern gegessen wurde. Viele Cafés bieten auch pão de queijo an, kleine Käsebrötchen, die zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit beliebt sind.
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