Alcatrazes Islands, Meeresschutzarchipel nahe São Sebastião, Brasilien.
Die Alcatrazes-Inseln bestehen aus fünf Granitformationen, die sich über etwa 170 Hektar verteilen und 35 Kilometer vor der Nordküste von São Paulo liegen. Das Archipel ist eine geschützte Zone für Meereslebensräume und besteht aus felsigen Landmassen, die sich aus dem Meer erheben und von großen Vogel-Kolonien bevölkert sind.
Das Archipel war ursprünglich von den Tupinambá-Menschen besiedelt, die es Uraritã nannten, was in ihrer Sprache 'Land der Vögel' bedeutet. Im Laufe der Zeit wurde der Ort ein Zufluchtsort für Piraten und später eine strategische Position in der portugiesischen Kolonialgeschichte der Region.
Der Name Alcatrazes stammt aus dem Arabischen und bedeutet 'der Taucher', benannt nach den Atobá-Vögeln der Region, die ins Wasser eintauchen, um Nahrung zu fangen. Diese Vogelart ist bis heute ein charakteristisches Merkmal des Archipels und prägt das Leben auf den Inseln.
Die Inseln sind nur mit autorisierten Bootsanbietern erreichbar, wobei Fahrten von São Sebastião oder Ilhabela zwischen einer und vier Stunden dauern. Besucher sollten sich auf raue Meeresbedingungen einstellen und wettergerechte Kleidung sowie Sonnenschutz mitbringen, da der Schutzstatus des Ortes streng reguliert wird.
Das Archipel beherbergt eine der weltweit größten Konzentration von Fregattvögeln, wobei Tausende dieser großen Seevögel an den Felsen nisten. Die Vögel nutzen die windreichen Bedingungen um die Inseln herum, um mühelos in der Luft zu gleiten und zu jagen.
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