Engenho dos Erasmos, Portugiesische koloniale Zuckermühle in Santos, Brasilien.
Das Engenho dos Erasmos ist eine Zuckerrohr-Verarbeitungsanlage aus der Kolonialzeit mit erhaltenen Mauerwerk, Wohnbauten und Wassermühlenresten. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Bereiche, in denen man Überreste von Produktionsräumen, Speichergebäuden und persönlichen Unterkunftsbereichen erkennt.
Die Anlage wurde 1534 gegründet und arbeitete lange unter der Kontrolle der Familie Schetz, die als einer der ersten europäischen Zuckerproduzenten in Brasilien tätig war. Im späten 17. Jahrhundert endete die private Bewirtschaftung und das Gelände durchlief verschiedene Nutzungsphasen bis zur heutigen Zeit.
Der Ort trägt den Namen seiner ursprünglichen Besitzer und zeigt heute archäologische Spuren von kolonialen Siedlungsmustern. Besucher können anhand der freigelegten Objekte nachvollziehen, wie Menschen hier vor Jahrhunderten lebten und arbeiteten.
Das Gelände ist geöffnet und kann an den meisten Tagen besucht werden, wobei es empfehlenswert ist, festes Schuhwerk zu tragen, da der Untergrund uneben ist. Vor Ort gibt es Informationstafeln und Führungen, die helfen, die ausgegrabenen Strukturen und ihre Bedeutung zu verstehen.
Ausgrabungen haben mehr als 2000 Objekte freigelegt, die Leben und Arbeit verschiedener Bevölkerungsgruppen dokumentieren, einschließlich Knochen von Menschen und Tieren aus dem 16. Jahrhundert. Diese Funde bieten Einblicke in alltägliche Praktiken und Ernährungsweisen der Kolonialzeit, die sonst kaum überliefert sind.
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