Brazilian Portland Cement, Industrielles Kulturerbe in Perus, São Paulo, Brasilien
Brazilian Portland Cement ist ein Zementkomplex im Distrikt Perus von São Paulo, eingeweiht am 26. Juni 1926. Seine Öfen, Mahl- und Abfüllhallen, Lagerhäuser und Steinbrüche liegen an der Bahnstrecke Perus–Pirapora, die die Kalksteinlager von Água Fria mit dem Bahnhof Perus der São Paulo Railway verband. Ab 1980 wurde dort nur noch bei Indústria Santa Rita gekaufter Klinker gemahlen und abgefüllt.
Das Unternehmen wurde 1924 von einem Konsortium unter Führung der kanadischen Gruppe Drysdale & Pease gegründet, mit Sylvio de Campos als erstem Präsidenten; das Werk wurde am 26. Juni 1926 eröffnet. Bis zum Verkauf 1951 an die Gruppe JJ Abdalla war es Tochter der US-Firma Lone Star Cement. 1973 folgte die Bundesintervention, 1974 beschlagnahmte der Staat Werk, Steinbrüche und Bahn. Ofen 4 wurde 1980 stillgelegt, 1986 schloss die Fabrik.
Die Fabrik ist eng mit der Arbeiterbewegung verbunden, die sich hier für bessere Bedingungen einsetzte. Besucher können heute noch die Räume sehen, in denen sich Arbeiter versammelten und ihre Stimme für Veränderung erhoben.
Der Ort ist geschützt und die Gebäude stehen unter Denkmalschutz, daher sollten Besucher respektvoll mit dem Gelände umgehen. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die Zugänglichkeit und nehmen Sie sich Zeit, um die verschiedenen Bereiche zu erkunden.
Die Anlage betrieb eine private Eisenbahn, die Perus-Pirapora-Bahn, um Kalkstein aus entfernten Steinbrüchen zu transportieren. Dieses Eisenbahnsystem war ein seltenes Merkmal brasilianischer Fabriken und machte die Produktion möglich.
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