Paulínia, Industriegemeinde in São Paulo, Brasilien.
Paulínia ist eine Industriestadt im Bundesstaat São Paulo, rund 120 Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt gelegen. Die Stadt erstreckt sich über sanfte Hügel mit Wohnvierteln, Gewerbegebieten und weitläufigen Anlagen der Raffinerie- und Chemieindustrie, die das Ortsbild weithin prägen und die lokale Wirtschaft dominieren.
Die Ansiedlung entstand 1906 als Dorf São Bento rund um eine Kapelle und entwickelte sich zunächst als Agrarstandort mit Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen. Der Bau der Replan-Raffinerie in den 1970er Jahren veränderte die Stadt grundlegend und verwandelte sie binnen weniger Jahre in ein führendes Zentrum der brasilianischen Petrochemie.
Der Name der Stadt erinnert an Paulino de Souza e Queirós, einen Politiker aus der Kaiserzeit, dessen Familie großen Einfluss auf die Gegend hatte. Heute feiern die Bewohner ein buntes Jahresprogramm mit Straßenfesten und religiösen Feiertagen, die das öffentliche Leben prägen und lokale Traditionen lebendig halten.
Die Stadt ist über mehrere Schnellstraßen gut erreichbar und verfügt über ein dichtes Netz von Buslinien, die Wohnviertel und Geschäftsbereiche miteinander verbinden. Wer die Industrieanlagen besichtigen möchte, sollte sich im Vorfeld bei den Betreibern über Besucherregelungen und Sicherheitsbestimmungen informieren.
Ein großer Teil der Stadtfläche ist vom Komplex der Replan-Raffinerie und angeschlossenen Chemieanlagen eingenommen, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Diese Anlagen machen die Stadt zu einem Zentrum für Forschung und technische Ausbildung, mit Programmen und Einrichtungen, die Fachkräfte aus ganz Brasilien anziehen.
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