Angra dos Reis, Küstengemeinde mit 300 Inseln in Rio de Janeiro, Brasilien
Angra dos Reis ist eine Küstengemeinde im südlichen Teil des Bundesstaates Rio de Janeiro und umfasst mehr als 800 Quadratkilometer Küste und bergiges Hinterland. Etwa 300 Inseln liegen vor der Bucht und bilden ein weitverzweigtes Netz aus Stränden, Kanälen und kleinen Fischerhäfen.
Der portugiesische Seefahrer Gaspar de Lemos erreichte die Insel Ilha Grande am 6. Januar 1502 und benannte das Gebiet nach dem Fest der Heiligen Drei Könige. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich hier ein Hafen, der den Handel zwischen der Küste und dem Landesinneren ermöglichte.
Die Kirche Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel aus dem 17. Jahrhundert steht im Zentrum der Stadt und zeigt die koloniale Vergangenheit dieser Küstengemeinde. Ihre Fassade und ihr Innenraum bewahren die Architektur der frühen portugiesischen Siedler, die hier lebten und vom Meer abhängig waren.
Autobahnen, eine Bahnlinie und ein kleiner Flughafen verbinden die Gemeinde mit Rio de Janeiro und São Paulo, sodass Reisende mehrere Möglichkeiten haben, um anzukommen. Wer die Inseln erkunden möchte, findet im Hafen regelmäßige Bootsverbindungen und Fähren, die zu den verschiedenen Zielen in der Bucht fahren.
Zwei Kernkraftwerke namens Angra I und Angra II arbeiten am Stadtrand und erzeugen einen großen Teil der elektrischen Energie für den Südosten Brasiliens. Ihre Kühltürme sind von der Küstenstraße aus sichtbar und bilden eine der wenigen nuklearen Anlagen in Lateinamerika.
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