Vila Isabel, Traditionelles Viertel in der Nordzone, Rio de Janeiro, Brasilien
Vila Isabel ist eine Nachbarschaft in der Nordzone von Rio de Janeiro, die sich als geplanter Stadtteil entwickelte und heute mit ihren kulturellen Einrichtungen besticht. Das Areal beherbergt die Universität des Staates Rio de Janeiro und das Pedro-Ernesto-Krankenhaus, während der Boulevard 28 de Setembro das Zentrum mit eingelassenen musikalischen Symbolen in schwarz-weißem portugiesischen Mosaikpflaster prägt.
Die Gegend entstand ab 1872 aus Grundstücken, die der Baron Drummond erwarb und die das ehemalige kaiserliche Anwesen Quinta do Macaco umwandelten. Rio de Janeiro erhielt damit seinen ersten planmäßig angelegten Stadtteil mit einem modernen städtebaulichen Konzept.
Die Unidos de Vila Isabel Sambaschule ist das musikalische Herz der Nachbarschaft und prägt bis heute das Leben der Bewohner durch ihre Aktivitäten. Man sieht überall in den Straßen Menschen, die sich zur Schule hingezogen fühlen, besonders während der Karnevalszeit.
Der Besuch ist leicht zu erreichen, da der Boulevard 28 de Setembro das Zentrum durchquert und als Orientierungspunkt dient. Die Umgebung ist zum Wandern geeignet, mit Zugang zu Universitätsgebäuden und öffentlichen Einrichtungen, die für Besucher offen sind.
Von 1888 bis 1940 befand sich hier Rios erster zoologischer Garten, ein Ort, der weit über seine Zeit hinaus wirkte. Der Garten war Ursprungsort des jogo do bicho, eines Glücksspiels, das sich später in ganz Brasilien verbreitete.
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