Morro da Babilônia, Berggipfel im Stadtteil Leme, Rio de Janeiro, Brasilien.
Morro da Babilônia ist ein Hügel in Leme, Rio de Janeiro, der den Strand von Copacabana von Botafogo trennt. Er erreicht eine Höhe von 220 Metern und ist von atlantischem Regenwald bedeckt, Teil eines 1996 geschaffenen Schutzgebiets. Zwei Favelas, Babilônia und Chapéu Mangueira, liegen an seinen Hängen. Auf dem Gipfel bietet die Lichtung Pedra do Urubu Ausblicke auf Flamengo, den Strand Vermelha und den Zuckerhut.
Im 18. Jahrhundert errichteten portugiesische Eroberer eine Festung auf dem Gipfel, um die Einfahrt zur Bucht von Guanabara zu überwachen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Festung von der brasilianischen Armee weiter ausgebaut.
Der Name der Favela stammt vielleicht von den Hängenden Gärten von Babylon, an die die Gesteins- und Waldschichten die Soldaten erinnerten, oder von einer Bar der Brauerei Brahma namens Babilônia an der alten Straßenbahnhaltestelle. Seit 2014 gilt das Mosaik Mural Babilônia, etwa 140 Quadratmeter auf einer Stützmauer, als touristischer Bezugspunkt, mit den Laternenpfählen „A Morena“ und „A Bandeira“ und dem Slogan „Educação é o que você faz, quando ninguém olha“.
Der Weg zur Pedra do Urubu ist 3 km lang, mit Rückweg 4 km, bei 200 m Höhenunterschied. Oben bietet eine Lichtung Platz zum Sitzen mit Blick auf Flamengo, Praia Vermelha und den Zuckerhut. Der Pfad führt an alten Beobachtungsanlagen des Heeres und aufgeforstetem Atlantikwald vorbei.
Der Name könnte von der Brauerei Brahma stammen, die an der verschwundenen Straßenbahnstation in der Nähe eine Bar betrieb und dort ein Bier namens Babilônia ausschenkte. Eine zweite Erklärung verweist auf die Hängenden Gärten von Babylon, an die die Schichten aus Fels und Wald die ersten Soldaten erinnerten.
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