Museu Carmen Miranda, Biografiemuseum im Flamengo-Park, Rio de Janeiro, Brasilien
Das Carmen Miranda Museum ist ein Ausstellungsgebäude im Flamengo-Park in Rio de Janeiro, das Kostüme, Schmuck, Accessoires, Fotos und persönliche Gegenstände aus der Karriere der Künstlerin zeigt. Das runde Gebäude beherbergt außerdem Tonaufnahmen, Filmdokumentationen und Bühnenrequisiten.
Das Museum wurde 1956 per Regierungsdekret gegründet, öffnete seine Türen jedoch erst 1976, am Todestag von Carmen Miranda. Sie war in den 1940er Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und eine der bekanntesten brasilianischen Persönlichkeiten der Welt.
Das Museum zeigt, wie Carmen Miranda die brasilianische Musik und Samba-Rhythmen in die Vereinigten Staaten und nach Europa brachte. Wer die Kostüme aus nächster Nähe betrachtet, versteht, warum sie bis heute eine Figur geblieben ist, die Brasilien auf der Weltbühne verkörpert.
Das Museum nutzt einen runden Betonpavillon von 22 Metern Durchmesser mit Innenhof; zwei kippbare Türen dienen als Eingänge und bilden geöffnet Vordächer. Es liegt im Flamengo-Park an der Stelle des früheren Spielplatzes Morro da Viúva. 2013 geschlossen, wurde es am 4. August 2023 nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnet.
Die Sammlung begann mit Schenkungen der Familie von Carmen Miranda, vermittelt durch ihre Schwester Aurora Miranda und ihren Witwer David Sebastian, nach ihrem Tod im August 1955. Heute umfasst sie 3.560 Objekte, von denen die meisten nicht in der Dauerausstellung zu sehen sind. Erhalten sind unter anderem der Rock ihres Broadway-Debüts und der Turban, den sie bei ihrer Hochzeit trug.
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