Paço de São Cristóvão, Kaiserlicher Palast in Rio de Janeiro, Brasilien
Der Paço de São Cristóvão ist ein neoklassizistischer Palast im Quinta da Boa Vista-Park in Rio de Janeiro, Brasilien. Das Hauptgebäude zeigt eine symmetrische Fassade mit Bogenfenstern, während der maurische Turm seitlich herausragt und dem Komplex einen besonderen Kontrast verleiht.
Der Palast entstand ursprünglich als Landhaus eines wohlhabenden Kaufmanns und wurde 1808 von der portugiesischen Königsfamilie während ihrer Flucht vor Napoleon erworben. Nach der Unabhängigkeit Brasiliens bewohnten die Kaiser Pedro I. und Pedro II. das Anwesen bis zur Ausrufung der Republik.
Das Gebäude trägt seinen Namen nach dem Stadtviertel, das wiederum auf den heiligen Christophorus zurückgeht. Während der Kaiserzeit diente es als Bühne für offizielle Empfänge und diplomatische Veranstaltungen, die das gesellschaftliche Leben der damaligen Hauptstadt prägten.
Der Zugang zum Gelände erfolgt über mehrere Eingänge entlang des Parks, wobei der Haupteingang mit dem schmiedeeisernen Tor am besten zu erkennen ist. Die Rekonstruktionsarbeiten nach dem Brand schränken die Besichtigung bestimmter Bereiche ein, aber man kann die Außenanlagen und einige wiederhergestellte Räume besuchen.
Der Meteorit Bendegó, der vor rund 11.000 Jahren im Landesinneren fiel und über 5 Tonnen wiegt, überlebte die Flammen nahezu unbeschädigt. Seine Masse aus Eisen schützte ihn vor den hohen Temperaturen, während um ihn herum Sammlungen vergingen.
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