Marak'anà Village, Historisches indigenes Dorf im Maracanã-Viertel, Rio de Janeiro, Brasilien.
Marak'anà Village ist eine indigene Anlage in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Stadtteil Maracanã in Rio de Janeiro, Brasilien. Das Gelände liegt in der Rua Mata Machado 126 und verfügt über Räume für Ausstellungen, Unterricht und Versammlungen der Bewohner.
Dom Luis Augusto ließ das Haus 1862 errichten, später zog die nationale Behörde für indigene Angelegenheiten ein und schließlich das Indiomuseum bis 1977. Aktivisten besetzten den verlassenen Bau während der ECO 92 Konferenz und verwandelten ihn in ein kulturelles Zentrum.
Zwanzig indigene Völker nutzen diesen Ort für Sprachunterricht und Handwerksarbeit und geben ihre Traditionen an junge Mitglieder der Gemeinschaft weiter. Die mehrsprachige Universität ermöglicht es Studierenden verschiedener Herkunft, hier zusammenzukommen und voneinander zu lernen.
Das Gelände öffnet Montag bis Donnerstag und liegt in einer Wohngegend nahe dem Maracanã-Stadion. Besucher können sich unangemeldet die Ausstellungsräume ansehen und an manchen Wochentagen an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.
Der Name Marak'anà stammt aus der Tupi-Sprache und bedeutet so viel wie Grüner Fluss, nach einem Wasserlauf der früher durch diese Gegend floss. Die Bewohner haben das alte Gebäude selbst instand gesetzt und bauen weiterhin neue Räume für Unterricht und Treffen.
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