Guanabara, Ehemaliges Staatsgebiet in Rio de Janeiro, Brasilien
Guanabara war ein brasilianischer Bundesstaat, der ausschließlich aus der Stadt Rio de Janeiro bestand und zwischen 1960 und 1975 existierte. Diese Verwaltungseinheit umfasste das gesamte Stadtgebiet der damaligen Hauptstadt und bildete damit die einzige bundesstaatliche Gliederung ohne weitere untergeordnete Gemeinden.
Als Brasilien 1960 seine Hauptstadt nach Brasília verlegte, entstand aus dem ehemaligen Bundesdistrikt der Bundesstaat Guanabara. Fünfzehn Jahre später erfolgte die Zusammenlegung mit dem gleichnamigen Bundesstaat, wobei Rio de Janeiro zur Hauptstadt der neuen kombinierten Einheit wurde.
Während seiner Existenz entwickelte Guanabara eine eigene Verwaltungsstruktur für kommunale Aufgaben wie Stadtplanung und Gewerbelizenzen.
Die Verwaltungsstruktur ermöglichte eine direkte Regierung der Stadt ohne zwischengeschaltete Gemeindeebene, was städtische Entscheidungen beschleunigte. Diese Organisationsform konzentrierte alle behördlichen Zuständigkeiten in einer einzigen Regierungsebene für das gesamte Gebiet.
Der Name stammt von der Bucht von Guanabara, an deren Ufern sich die Stadt ausbreitet und die seit Jahrhunderten die geografische Identität dieses Küstengebiets prägt. Diese Bezeichnung verband das politische Gebilde mit seinem natürlichen Wahrzeichen.
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