Fortaleza de São Francisco Xavier da Ilha de Villegagnon, Militärfestung in Rio de Janeiro, Brasilien.
Die Fortaleza de São Francisco Xavier da Ilha de Villegagnon ist eine Militärfestung auf der Insel Villegagnon in der Guanabara-Bucht, die mit Verteidigungsmauern und Strukturen im Renaissance-Militärstil gebaut wurde. Heute beherbergt das Gebiet die brasilianische Marineakademie und behält seine ursprüngliche Architektur bei.
Das französische Fort Coligny, 1555 von Nicolas Durand de Villegagnon auf der Insel Serigipe errichtet, wurde 1560 im Feldzug vom Februar bis März von den Portugiesen zerstört. Eine portugiesische Stellung, möglicherweise auf denselben Fundamenten, wurde 1695 unter Gouverneur Sebastião de Castro Caldas erneuert. Im September 1711 traf das Pulvermagazin der Beschuss der Schiffe René Duguay-Trouins und explodierte; die Anlage, damals mit zwanzig Geschützen bestückt, wurde zerstört.
Die Festung trägt den Namen des Heiligen Franz Xaver und zeigt die portugiesische religiöse Tradition, die während der Kolonialzeit in der Region verankert war. Dieser Heiligenname spiegelt die tiefe Verbindung zwischen militärischem Schutz und katholischem Glauben wider, die für die frühen portugiesischen Siedler wichtig war.
Das Gebiet ist nur durch organisierte Führungen des Marineministeriums zugänglich, die Besucher anmelden müssen. Es ist wichtig, sich im Voraus zu erkundigen und die aktuellen Zutrittsbedingungen zu überprüfen.
Im September 1711 traf während des Angriffs von René Duguay-Trouin das Artilleriefeuer seiner Schiffe das Pulvermagazin des Forts, das damals mit zwanzig Geschützen verschiedenen Kalibers bestückt war; die Explosion zerstörte den Bau. Ein Plan von 1730 zeigt, dass die Stellung weiter genutzt wurde, und die ab 1761 begonnene größere Festung ersetzte sie.
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