Jardim Gramacho, Ehemaliges Abfallmanagementviertel in Duque de Caxias, Brasilien.
Jardim Gramacho ist ein Stadtteil in Duque de Caxias an der Guanabara-Bucht, der sich über Feuchtgebiete erstreckt und von Mangrovenwäldern sowie Wohngebieten umgeben ist. Die Gegend ist durch jahrzehntelange Nutzung geprägt und zeigt heute sowohl die Spuren ihrer Vergangenheit als auch neue Ansätze zur Wiederherstellung.
Von 1968 bis 2012 befand sich hier die größte Müllkippe Lateinamerikas, die etwa 80 Millionen Tonnen Abfall verarbeitete. Anschließend begannen Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume in der Region.
Das Viertel wurde durch den Film Waste Land von 2010 berühmt, der die Leben von Arbeiterinnen und Arbeitern zeigt, die Müll sammelten und mit dem Künstler Vik Muniz zusammenarbeiteten. Diese Geschichte prägt bis heute, wie Menschen den Ort wahrnehmen und welche Aufmerksamkeit er erhält.
Der Zugang zur Gegend ist auf regulären Straßen möglich, wobei Vorsicht geboten ist, da einige Bereiche noch mit Umweltprojekten arbeiten. Besucher sollten sich lokal orientieren und erkundigen, welche Gebiete zu besichtigen sind, da die Infrastruktur für Touristen noch entwickelt wird.
Der Ort wird heute als Modell für Umweltwiederherstellung betrachtet, wo ehemals versiegelte Böden langsam regenerieren und Wildnis zurückkehrt. Besucher können beobachten, wie technische Sanierungsmaßnahmen wie Bodenbehandlung und Sickerwasserkontrolle mit natürlicher Erholung zusammenwirken.
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