Casa da Flor, Denkmalgeschütztes Haus in São Pedro da Aldeia, Brasilien.
Casa da Flor ist ein Wohnhaus in São Pedro da Aldeia, dessen Wände, Böden und Möbel mit mosaicartigen Mustern aus Keramikscherben, Muscheln, Kacheln, Glasstücken und anderen recycelten Materialien bedeckt sind. Die gesamte Struktur wurde mit diesen gesammelten Objekten dekoriert und bildet eine dreidimensionale Collage.
Gabriel Joaquim dos Santos begann das Haus 1912; ab 1923 fügte er nach einem Traum nach und nach Fundstücke aus dem Müll hinzu – Scherben von Keramik, Geschirr, Glas und Fliesen, ausgebrannte Glühbirnen, Muscheln, Ketten, Metalldeckel und Autoscheinwerfer –, die innen und außen Blumen, Blätter, Mosaike, Weintrauben, Säulen und Skulpturen bildeten. Er arbeitete bis zu seinem Tod 1985. 1987 wurde die Sociedade de Amigos da Casa da Flor gegründet, um Haus und Werk zu erhalten.
Gabriel Joaquim dos Santos begann 1923 nach einem Traum, Fundstücke am Haus anzubringen; innen und außen befestigte er durchgebrannte Glühbirnen, Muscheln, Ketten, Metalldeckel, Rohre und Autoscheinwerfer und formte daraus Blumen, Blätter, Mosaike, Weintrauben und Säulen. Die Forscherin Amélia Zaluar lebte von 1978 bis 1985 mit ihm zusammen und nannte ihre Monografie „A Casa da Flor – Tudo caquinho transformado em beleza“.
Das Haus steht in São Pedro da Aldeia in der Seenregion des Bundesstaats Rio de Janeiro und wird vom Instituto Cultural Casa da Flor betreut, dem 1987 gegründeten gemeinnützigen Verein. Besuche werden über das Institut vermittelt, der Zugang sollte also vor der Anreise bestätigt werden. Die dekorierten Räume und der Hof werden zu Fuß besichtigt; die Mosaike bedecken Innen- und Außenwände.
Der Schöpfer sammelte systematisch Abfallmaterialien aus seiner Umgebung und entwickelte dabei sein persönliches Verfahren, um die Objekte in die Architektur zu integrieren. Sein Kunstwerk unterscheidet sich grundlegend von anderen Häusern der Region, da nur diese Wohnung dieses Konzept so konsequent umsetzt.
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