Pampulha-See, Künstlicher Stausee in Pampulha, Belo Horizonte, Brasilien.
Pampulha ist ein künstlicher See im gleichnamigen Stadtviertel im Norden von Belo Horizonte. Das Wasserbecken erstreckt sich über sanft hügeliges Gelände mit Uferwegen, Parks und öffentlichen Gebäuden, die seine Ränder säumen.
Der See wurde Anfang der 1940er Jahre auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Juscelino Kubitschek angelegt, um die Wasserversorgung der wachsenden Stadt zu sichern. Das gesamte Projekt umfasste nicht nur den Damm, sondern auch eine Reihe von Freizeit- und Kulturbauten entlang des Ufers.
Der Name kommt vom ursprünglichen Pampulha-Bach, der zur Schaffung des Wasserbeckens aufgestaut wurde, und heute säumen mehrere von Oscar Niemeyer entworfene Gebäude sein Ufer. Diese modernistischen Bauten aus den 1940er Jahren gehören zu einem UNESCO-Welterbe und zeigen kühne Formen aus Beton mit Fliesen, die am Wasserrand spazieren gehen und in Cafés entlang der Promenade sitzen erleben.
Der Uferweg eignet sich zum Radfahren und Spazierengehen, und mehrere Parks bieten Platz zum Ausruhen oder Picknicken. Wer früh am Morgen oder spät nachmittags kommt, findet ruhigere Bedingungen und angenehmeres Licht.
Im Februar 2020 entdeckten Forscher ein bislang unbekanntes amöbisches Virus im Wasser, das Yaravirus genannt wurde und fast nur aus neuartigen Genen besteht. Dieser Fund zeigt, wie viel unbekannte Mikrobiologie selbst in städtischen Gewässern schlummert.
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