Amazonastiefland, Tieflandregion in Amazonas, Brasilien.
Das Amazonastiefland ist ein weitläufiges Flachlandgebiet im Bundesstaat Amazonas in Brasilien, das von dichtem Regenwald, zahllosen Flussarmen und sumpfigen Uferzonen geprägt ist. Seine Landschaft wechselt zwischen überschwemmten Wäldern und höher gelegenen Waldstücken, die je nach Jahreszeit ihr Aussehen verändern.
Das Becken entstand vor Millionen Jahren durch Bewegungen der Erdkruste und Ablagerungen von Sedimenten, die nach und nach die flache Senke aufgefüllt haben. Europäer erreichten das Gebiet im 16. Jahrhundert und brachten tiefgreifende Veränderungen für die ansässigen Gemeinschaften.
Der Name stammt von den griechischen Amazonen und wurde nach frühen Berichten über kämpfende Frauen entlang der Flüsse vergeben. Heute leben dort über 400 indigene Völker, deren Sprachen und alltägliche Praktiken sich stark an die wechselnden Wasserstände und die Waldressourcen anpassen.
Wer das Tiefland besuchen möchte, sollte sich vor Ort fachkundige Begleitung organisieren und die nötige Ausrüstung für Feuchtgebiete mitbringen. Die Bedingungen sind zwischen Juni und November einfacher, wenn das Wasser zurückgeht und viele Pfade zugänglicher werden.
Während der Hochwassersaison steigt das Wasser bis zu 15 Meter (49 Fuß) an und verwandelt weite Teile in schwimmende Wälder, in denen Fische zwischen Baumkronen umherschwimmen. Diese Überflutung versorgt den Boden mit frischen Nährstoffen und schafft Lebensräume, die sonst nirgendwo auf der Erde existieren.
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