Balbina-Stausee, Hydroelektrischer Stausee in Amazonas, Brasilien.
Der Stausee Balbina ist ein großes Wasserbecken im Amazonas-Regenwald, das sich über ein riesiges Gebiet erstreckt und aus mehr als tausend Inseln besteht. Diese Inseln entstanden, als die Flutung ehemalige Hügel des Waldes überflutete und isolierte.
Die Staumauer wurde gebaut, um wachsende Siedlungen wie Manaus mit Strom zu versorgen, und das Becken füllte sich zwischen 1987 und 1989. Das Projekt war Teil der Bemühungen, die Infrastruktur in Brasiliens Norden auszubauen.
Der Stausee entstand durch die Umsiedlung der Waimiri-Atroari, eines indigenen Volkes, das diese Waldregion seit langem bewohnt. Ihre Präsenz und Geschichte sind eng mit dem Gebiet verbunden, das heute unter Wasser liegt.
Das Gebiet ist über Straßen erreichbar, und Besucher können die Wasserfläche und Inseln von verschiedenen Aussichtspunkten aus sehen. Die beste Zeit zum Besuchen ist in der Trockenzeit, wenn die Wege trockener sind und die Sicht klarer ist.
Studien zeigen, dass dieser Stausee bei der Stromerzeugung Treibhausgase in einer Menge ausstößt, die die Emissionen eines Kohle-Kraftwerks um ein Vielfaches übersteigt. Diese überraschende Folge der Zersetzung von überschwemmten Waldmaterialien macht das Projekt ökologisch problematischer als zunächst erwartet.
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