Parintins, Gemeinde auf der Insel Tupinambarana, Brasilien
Parintins ist eine Ortschaft auf der Insel Tupinambarana im östlichen Teil des Bundesstaates Amazonas, direkt am Ufer des Amazonas gelegen. Die Bebauung erstreckt sich über mehrere Viertel, die sich um einen zentralen Platz gruppieren, mit Wohnhäusern aus Holz und Ziegel sowie einigen größeren Gebäuden nahe dem Hafen.
Die Ansiedlung begann Ende des 18. Jahrhunderts als Kakaoplantage eines portugiesischen Kolonisten auf der Insel. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine größere Gemeinde, die zunehmend vom Handel mit Produkten aus dem Regenwald lebte.
Das jährliche Volksfest im Juni füllt die Straßen mit Menschen in leuchtend rotem oder blauem Trikot, je nachdem welche Mannschaft sie unterstützen. Die gesamte Ortschaft teilt sich in zwei Lager, und selbst Wohnhäuser, Läden und Fahrzeuge zeigen nur eine dieser beiden Farben während der Festtage.
Die Anreise erfolgt über regelmäßige Fährverbindungen vom Hafen in Manaus, die mehrere Stunden dauern, oder per Charterflugzeug in etwa einer Stunde. Unterkünfte finden sich in kleinen Pensionen und schwimmenden Unterkünften entlang des Flussufers, wobei eine Reservierung während der Festtage im Juni dringend empfohlen wird.
Lokale Unternehmen ändern ihre Firmenfarben während der Festivaltage, sodass bekannte Marken in ungewohnten Farbtönen erscheinen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Diese Rücksichtnahme zeigt, wie tief die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften im Alltag der Bewohner verwurzelt ist.
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